In die Rackschiene kleine Drahtstifte in die späteren Dübelpositionen schlagen und recht kurz auf einheitlicher Länge abkneifen.

Die Rackschiene mit der Seitenwand in Position bringen und aneinanderdrücken.

Die Tiefenbeschränkung der Bohrmaschine auf die Dübellänge einstellen, und an den markierten Punkten Löcher so tief bohren, dass noch etwas Platz für Leim übrig bleibt.

Dübel mit Leim versehen und in die Bohrlöcher der Rackschiene stecken, an der anderen Seite ebenfalls Leim auf die Dübel geben.

Die Teile verbinden und mit Schraubzwingen fest zusammenpressen.

Nun die selbe Vorgehensweise zur Verbindung der Seitenwände mit Decke und Boden anwenden.



Zur Abrundung der Kanten habe ich einen Profil-Fräsvorsatz für die Bohrmaschine verwendet. Achtung: Hiermit fräst man ganz schnell tiefe Mulden ins Holz! Solche Mulden hab ich danach mit Reparatur-Holzspachtel ausgebessert.

Da die Seitenwände und die Decken sich beim Fräsen wieder etwas gelockert hatten, musste ich die Verbindungsstellen nochmal leimen und mit Schraubzwingen fest zusammenpressen.

Abschleifen der Kanten.

Das Tolex wird Seite für Seite rund um das Case gewickelt. Es muss vorne und hinten einige Centimeter überstehen. Begonnen habe ich ca. 2 cm von einer Seitenkante des Bodens entfernt. Zunächst Leim auf dem Holz verteilen und mit einem Spachtel glatt streichen. Der Leim hat nach dem Glattstreichen bereits eine gute Konsistenz, um das Tolex aufzukleben. Dieses nun über die Fläche abrollen und fest mit der Hand glatt streichen.

Wieder am Boden angekommen, legt man das Tolexende über den bereits verklebten Teil hinüber. Nun mit dem Cutter mit einem kräftigen geraden Schnitt durch beide Tolexschichten schneiden.

Man kann nun das abgetrennte Stück der bereits verklebten Tolexschicht vom Gehäuse abziehen. Achtung: Dies funktioniert nur bei relativ frisch verklebten Stellen gut. Wenn der Leim schon zu lange getrocknet ist, bleibt evtl. das Gewebe der Tolex-Unterseite am Holz kleben!

Leim auf der übrigen Holzfläche verteilen und kurz antrocknen lassen.

Das letzte noch lose Stück aufdrücken.

Mit einem leicht feuchten Lappen glatt streichen und dabei Leimreste entfernen. Die zuletzt geklebte Kante aufpressen (z.B. mit einer schweren Holzplatte, Büchern, o.ä.).

Nun die überstehenden Decken und Bodenteile anschneiden, um sie in das Case umschlagen zu können. Achtung: Hier darauf achten, dass sich das Tolex nicht verzieht!

Leim auftragen und verteilen / glatt streichen. Achtung: Für mich hat sich herausgestellt, dass die Verleimung besser funktioniert, wenn man den Leim glatt aufs Holz und nicht auf das Tolex aufträgt, sonst zieht er in das Tolex-Material und es bilden sich beim Trocknen Blasen und unebene Bereiche!

Nach innen umschlagen und glatt streichen.

Mit Schraubzwingen festdrücken (wenn möglich mit einer aufgelegten Leiste flächig anpressen, um die o.a. Blasenbildung zu verhindern).

Die überstehenden Ecken diagonal abschneiden.

Und festkleben.

Auf dem nächsten Foto sieht man, was passiert, wenn man die überstehenden Teile nicht ordentlich zugeschnitten hat. Es bleiben Stellen frei.

Die Lücken hab ich dann mit Reststückchen des Tolex ausgebessert.

Als nächstes kamen die Metallecken und Füsse dran - 2 mm tief vorbohren und anschrauben. Achtung: Ohne das Vorbohren geraten die Schrauben gerne mal in Schieflage. Im folgenden gibt es noch ein paar Fotos zum Anbringen der Griffe.
Erster Schritt: Geräte ins Case packen und Ermitteln, wo der Schwerpunkt liegt. Die Griffe sollten ungefähr an dieser Stelle angebracht werden.

Als Schablone auf zwei identischen Aufklebern die Maße der auszusägenden Teile einzeichnen. Mein Vater hat noch eine Anleitung zum Anfertigen einer Schablone erstellt.

Gerade ausgerichtet aufs Case kleben.

An den Ecken Löcher bohren und mit der Stichsäge die Öffnung aussägen. Vorher haben wir das Tolex mit einem Cutter gelöst.

Die Schablone entfernen, Griffe auflegen, Bohrlöcher vorbohren, die Schablonen abziehen und anschrauben.

Fertig ist das Rackcase.

Wie es der Zufall so will hat er dafür gesorgt, dass die Griffe des Rackcases genau bündig zu den Griffen der Box liegen. Danach hab ich noch 8mm-Löcher in die Rackschienen gebohrt und von hinten M6-Einschlagmuttern eingehämmert und die Geräte mit 20mm M6-Schrauben eingeschraubt.

Letzter Schritt, damit sich der kleine Amp nicht mehr so einsam fühlt: Ein paar Decals ...

Mein Case hat so seine Fehler (überall wo oben ein "Achtung" steht, ist bei mir etwas schief gelaufen und ich musste nachbessern. An Zeit sind bei mir ca. vier Nachmittage a 4 Std. draufgegangen. Wenn ich es nochmal machen würde, bräuchte ich sicher nur noch die Hälfte der Zeit und könnte die o.g. Fallstricke umgehen. Einen riesen Dank auch nochmal an meinen Vater, der mir den Fräsvorsatz für die Bohrmaschine geliehen, einige wertvolle Tipps mitgegeben und insb. beim Anbringen der Griffe tatkräftig mitgeplant und gearbeitet hat. Danke Papa - hat Spass gemacht!